Frankfurter Jugendamt muss Kind zurück geben

Über mehrere Wochen hielt in Frankfurt das unwürdige Tauziehen um das Schicksal eines Neugeborenen und seiner Mutter an. Es war ein ungleiches Kräftemessen. Auf der einen Seite die verzweifelte Mutter, eine in Frankfurt lebende Sexarbeiterin mit Roma-Hintergrund. Auf der Gegenseite die geschlossene Phalanx von Uni-Klinik, Jugendamt, Besondere Dienste 3 (Sozialamt) und Jobcenter, die der Mutter rechtswidrig ihr Kind wegnahmen und es als Faustpfand einsetzten: Kind zurück, wenn die Mutter ein kostenloses städtisches Rückkehr-Ticket nach Rumänien in Anspruch nimmt und samt Kind ausreist – oder Kind in Pflegefamilie!

Angeblich seien die Wohnverhältnisse und die finanzielle Situation der Mutter ungeklärt und die behördliche Inobhutnahme des Kindes im Interesse des Kindeswohls unumgänglich. Weiterlesen ›

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Jugendamt Frankfurt entzieht Sexarbeiterin mit Roma-Hintergrund ihr neugeborenes Kind

Frau S., eine seit zwei Jahren in Frankfurt am Main lebende und tätige rumänische Sexarbeiterin mit Roma-Hintergrund hat am 22.Juni 2020 in der Frankfurter Uni-Klinik ihre Tochter Azal zur Welt gebracht – und das Kind umgehend vom Jugendamt abgenommen bekommen!

Quelle Wikimedia

Sowohl Doña Carmen als auch wir werfen der Stadt Frankfurt am Main diesbezüglich institutionellen Rassismus vor und fordern die sofortige Rückgabe des Kindes an die Kindsmutter.

Offenbar reichen die Merkmale „Sexarbeiterin / Migrantin / Roma“ heute wieder aus, rechtliche Verpflichtungen außer Acht zu lassen und mit erschreckender Rücksichtlosigkeit und Kaltblütigkeit gegen Menschen vorzugehen, die man aus diesem Land lieber heute als morgen herausgedrängt sieht.

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Ronald M. Schernikau – zum 60. Geburtstag

Ronald M. Schernikau, geboren am 11. Juli 1960 in Magdeburg, war ein Republikflüchtling wider Willen.

Er war sechs Jahre alt, als seine Mutter Ellen zusammen mit ihm im Kofferraum eines sogenannten „Fluchthelfers“ über die Grenze gebracht wird.

„Nicht wegen was Politischem – aus Liebe“ betont Ellen immer wieder.

Sie bleiben in der BRD heimatlos, leben in Lehrte in der Nähe von Hannover. Der männliche Anlass der Republikflucht, Ronalds Erzeuger hat heimlich noch eine andere Familie und in seinem Wohnzimmer hängt ein Hakenkreuz.

Der Satz: „Die DDR ist das schönste Land der Welt“ zieht sich durch das Leben von Ronald. Und er findet früh seine politische Heimat – seine Weltanschauung. Er wird Kommunist. Mit aller Konsequenz. Schon 1974 wird er Mitglied der SDAJ und zwei Jahre später der DKP. Und er wird Schriftsteller. Noch als Schüler schreibt er sein erstes Buch – die „kleinstadtnovelle“.

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Niederlande wollen sexuelle Orientierung Möglicherweise in der Verfassung schützen

Quelle:Wikimedia

Laut den Amsterdamer Verträgen gibt es einen Katalog mit 7 Diskriminierungsformen, gegen die es Gesetze geben müsste und die in der jeweiligen Verfassung verankert werden sollten.

Wie jetzt „queer.de“ und Springers BLÖD vermeldeten soll die niederländische Verfassung eventuell bald einen audrücklichen Diskriminierungsschutz für Homo- und Bisexuelle enthalten. Die Zweite Kammer des Parlaments stimmte vergangene Woche für eine Verfassungsänderung. Artikel 1 verbietet bisher die Diskriminierung wegen Religion, Weltanschauung, politischer Zugehörigkeit, Rasse und Geschlecht. Jetzt würden die Merkmale sexuelle Orientierung („seksuele gerichtheid“) und Behinderung („handicap“) dazu kommen. 124 Parlamentarier*innen stimmten für den Entwurf, 26 dagegen. Jetzt müssen noch die 75 Abgeordneten des Senats abstimmen. Sollte es auch dort zu einer Zustimmung kommen, müsste die Verfassungsänderung erst nach den nächsten Parlamentswahlen wieder mit Zweidrittelmehrheit endgültig verabschiedet werden.

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Die Elite fickt unter sich

jw

Bildquellle JungeWelt

Wenn am Montag um halb eins die Kette zum Darkroom entfernt wird, stürmen alsbald Dutzende Männer die dunklen Gefilde von Tom’s Bar in der Motzstraße in Berlin-Schöneberg. Es gibt zwei Getränke zum Preis von einem, wer zum Fremdficken Mut braucht, der säuft ihn sich an. Alles kann, nichts muss, vieles ist möglich, der Ausgang ungewiss, aber eines ist sicher: Irgendwann im Laufe so einer schwitzigen Nacht, wenn man Genitalien nicht mehr von anderen Extremitäten unterscheiden kann, weil man kaum etwas sieht, aber viel riecht und schmeckt und hört, wird sie aus den Lautsprechern dröhnen: Die unangefochtene Königin der Schwulenmusik gehört zu jedem Blowjob dazu – Stefani Joanne Angelina Germanotta alias Lady Gaga.

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Das ungarische Regime schlägt wieder zu!

Das profaschistische ungarische Regime unter Ministerpräsident Viktor Orban hat sein „Parlament“ eine Gesetzesänderung beschließen lassen, nach der das bei der Geburt eingetragene Geschlecht nicht mehr geändert werden kann.

Demnach darf im standesamtlichen Personenregister das biologische Geschlecht eines Menschen, das dort nach seiner Geburt eingetragen wurde, später nicht mehr verändert werden. So schließt dies aus, dass eine Person, die sich einer Geschlechtsangleichung unterzogen hat, dies nicht mehr in Dokumenten abändern kann.

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Es gibt jetzt revolutionäre Queer Fahnen

Für die CSD/Pride Saisson 2020 und darüber hinaus jetzt erhältlich: die fortschrittliche/revolutionäre queer Fahne.

Lange hat es gedauert, aber jetzt kann man im UZ-Shop neben vielen anderen Materialien auch die Regenbogenfahne mit dem roten Stern in der Mitte bestellen. Damit sie auch international verwendet werden kann, haben wir extra darauf verzichtet „DKP queer“ dazu zu schreiben.

Queerfahne auf dem DKP Parteitag

https://shop.unsere-zeit.de/DKP-in-Aktion/Fahnen/FAHNE-QUEER-ROTER-STERN

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About gay: Was ist wichtig für Jungs, die Jungs mögen?

Foto zur freien Verwendung (Stadt Graz/Fischer): Stadtrat Robert Krotzer, Alex Steiner (Stop Aids), Joe Niedermayer (RosaLila PantherInnen)

Vielen herzlichen Dank an unsere Genoss*innen in Graz, die diese Broschüre ermöglicht haben. Ein besonderer Dank geht an den Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ), unter seinen Vorgängern wäre etwas in dieser Art undenkbar gewesen.

Gefühle, Intimität, Zuneigung und Sexualität können verwirren – besonders, wenn sie mancherorts noch mit Vorurteilen und Diskriminierung behaftet sind“, sagt der Grazer Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ) Darum stellte er heute gemeinsam mit Alex Steiner von stopaids.at und Joe Niedermayer von den RosaLila PantherInnen eine neue Aufklärungsbroschüre vor, die sich explizit an Jungs, die Jungs mögen wendet.

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CSD Erfurt 2019

Vielen Dank an die Genossinnen und Genossen der DKP Thüringen, die uns sehr Unterstützt haben

In Erfurt fanden in diesem Jahr vom 06.08. bis 24.08. die Themenwochen zum Cristopher Street Day statt, welche am letzten Tag mit einer Demonstration, einem Straßenfest und einer Party am Abend einen Abschluss fand.

An diesem Tag wurde mit über 3.000 Menschen ein Zeichen gesetzt. Mit dabei waren unter anderem der „Lesben und Schwulenverband Deutschland“ (LSVD), die DGB-Jugend, „QueerWeg Thüringen“, aber auch Parteien wie die DKP Erfurt. Auf der Demonstration war unter anderem „Fridays for Future Erfurt“ mit einem Klimablock unter dem Namen „Queers for Future“ vertreten.

Auf der Abschlusskundgebung wurden einige Reden gehalten und kleine Konzerte gespielt. Einige Organisationen baten Infomaterial zu Sexualitäten, Geschlechtsorientierungen und Fetischen an, Parteien baten u.a. Informations-material zu ihren queeren Kommissionen an.

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Die Premiere – Sexworker-Stand auf dem Sommerfest der DKP Berlin!

(Ein Artikel von Andreas Reichelt, DKP Berlin, Mitglied bei move e.V.)

Sexarbeiter*innen sind die am stärksten diskriminierte und gesellschaftlich ausgegrenzte Bevölkerungs- und Berufsgruppe. Viele von ihnen müssen sogar ihren Freunden, Familien und Partnern verschweigen, wie sie ihr Geld verdienen. Wollen sie den Beruf wechseln hin zu einer „bürgerlichen“ Tätigkeit, können sie in ihrem Lebenslauf nicht erwähnen, dass sie die letzten Jahre in der Prostitution gearbeitet haben. Denn dann ist die Chance, ein Bewerbungsgespräch angeboten zu bekommen, sehr gering. Diskriminierende Gesetze, wie etwa das sogenannte Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG), das seit Juli 2017 in Deutschland in Kraft ist und das auf Sexarbeitende sehr erschwerende bis existenzvernichtende Wirkung entfacht hat, verbessern ihre Situation natürlich nicht. In Gegenteil. Höchste Zeit, dass auch sie einen eigenen Stand auf dem Sommerfest der DKP Berlin bekommen, um auf ihre schwierige Situation hinzuweisen und mit uns ins Gespräch zu kommen.

Prostituierte auf einem kommunistischem Sommerfest? Warum nicht?

Der Sexworker-Stand wurde dann auch vom Verein move e.V. gebucht, dem „Verein für Bildung und Kommunikation in der Sexarbeit“, und betrieben von seiner Kampagne „Sexarbeit ist Arbeit. Respekt!“. Die Kampagne ist ein bundesweites Netzwerk von Sexarbeiter*innen, queer/feministischen Aktivist*innen und Sozialarbeiter*innen, die sich gemeinsam für die Rechte von Sexarbeiter*innen einsetzen.

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