40 Jahre SDAJ – DKP queer war dabei

Strahlend blauer Himmel über Köln. Die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend (SDAJ), der Jugendverband der der DKP nahesteht, konnte sich an Pfingsten nicht über das Wetter beklagen. Zum ersten Mal seit 20 Jahren hatte die SDAJ wieder zu einem „Festival der Jugend“ geladen.

Weit über 1.000 Jugendliche kamen dieses Jahr in Köln zusammen, um den 40. Geburtstag der am 5. Mai 1968 gegründeten SDAJ zu feiern.

DKP queer war mit einem gut besuchten und beachteten Infostand vertreten. Infomaterial und Gespräche am Stand aber auch einfach mal die neueste Kommission der DKP kennen lernen war geboten.

Die SDAJ bot aber auch viel. Ska- und HipHop-Konzerte, abwechslungsreiche politische Diskussionen und Veranstaltungen. So wurde über Kampagnen gegen die Bundeswehr ebenso debattiert wie über den Kampf für Ausbildungsplätze und gegen die Privatisierung des Bildungswesens.

Der stellvertretende Leiter der internationalen Abteilung der Kommunistischen Partei Cubas, Oscar Martínez, informierte über die jüngsten Veränderungen auf der Karibikinsel und betonte: „Es geht nicht um einen Übergang, es geht um die Revolution“.

SDAJ-Bundesvorsitzender Michael Grüß ist mit der Bilanz des diesjährigen Pfingstwochenendes sehr zufrieden: „Das Festival hat gezeigt, daß immer mehr Jugendliche keine Lust mehr auf reine Kommerzveranstaltungen haben, sondern selbst aktiv gestalten und eingreifen wollen.“

Das zeigte sich auch bei der großen Geburtstagsfeier am Sonntag abend, bei der SDAJ-Gruppen aus Berlin, Hamburg, Kiel und anderen Städten, Szenen aus der Geschichte des Verbandes darstellten. Der frühere SDAJ-Bundesvorsitzende Rolf Priemer verlas die Gründungserklärung vom 5. Mai 1968, und Olaf Harms aus Hamburg berichtete von der Arbeit der SDAJ in der Bundeswehr, um die Wehrpflichtigen dem Einfluß der Regierenden zu entziehen.

Bis spät in die Nacht sangen dann Hunderte mit Achim Bigus Kampflieder – die „Hits der Arbeiterklasse“. Einig waren sich die Jugendlichen, daß dieses erste Festival der Jugend neuer Zeitrechnung nicht das letzte gewesen sein wird.

Es geht das Gerücht um, daß sie wieder alle zwei Jahre stattfinden sollen. Wir von DKP queer hoffen es und bereiten uns auf die im kommenden Jahr dezentral stattfindenden Pfingstcamps der SDAJ vor.

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