Berechtigte Kritik an HRC Facebook Kampagne

homoehe-facebook-gleichheitszeichen-human-rights-campaign-hrc-homoeheEin rotes Quadrat, darauf in rosa ein Gleichheitszeichen schwirrt seit dem 25. März durch die sozialen Netzwerke. Denn am 25. März hat die US-amerikanische „Human Rights Campaign“ (HRC) dieses Zeichen auf deren Seite bei Facebook gepostet. Dabei die Aufforderung an alle Unterstützer_innen der gleichgeschlechtlichen Ehe sie sollen das Bild zu ihrem neuen Profilbild machen. Geschätzte 2,7 Millionen Nutzer änderten daraufhin prompt ihr Profilbild.

Natürlich gibt es Kritik an dieser Aktion. Die HRC fühlt sich in den USA wie der LSVD in der BRD als Alleinvertreter für die Interessen von Schwulen und Lesben, konzentriert sich allerdings nur auf die Probleme weißer Mittelständler. „Es gehe doch einfach nur um Liebe“, so die HRC. „Nur um Liebe“ kann es nur für diejenigen gehen, die alles andere schon haben, entgegnen die Kritiker.

Einer der Kritiker bringt es auf den Punkt. Derrick Clifton schrieb: „Wir dürfen diejenigen nicht vergessen, die mehr fordern und brauchen als nur das Recht auf die Gleichstellung der Ehe.“

Auch für ihn ist die HRC eine Vereinigung der Bessergestellten, denen nur noch das Recht zu heiraten fehlt, um ihre Privilegien komplett zu machen.

Wir fordern deshalb seit über 2 Jahren:

• Alle freiwillig eingegangenen Beziehungen zwischen Menschen in welcher Konstellation auch immer, egal ob in einer Ehe oder nicht, sind gleichberechtigt zu behandeln.

• Wir lehnen das Lebenspartnerschaftsgesetz als “Ehe light” ab.

• Nicht nur die Ehe und die Familie herkömmlicher Art, sondern auch andere Beziehungsgemeinschaften, in denen Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, sind gleichberechtigt zu behandeln und im Grundgesetz unter den Schutz der staatlichen Ordnung zu stellen.

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