Beschränktes Weltbild

Quelle: Wikimedia

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Der im Besitz der römisch-katholischen Großsekte befindliche „Weltbild Verlag“ kündigte einem Verlag, weil dieser auch „schwule Bücher“ führt.

Die Verlagsgruppe hat nach eigenen Angaben (Stand Juni 2012) rund 6800 Beschäftigte, davon rund 2300 am Stammsitz Augsburg. Als unkonsolidierter Gesamtumsatz wurden im Geschäftsjahr 2011/2012 rund 1,59 Milliarden Euro ausgewiesen.

Weltbild wird keine Bücher eines in Vancouver ansässigen Verlages mehr führen.

Der kanadische Verlag teilte mit, dass der katholische Buchhändler in einer E-Mail erklärte, dass er sämtliche Bücher des Verlags aus dem Sortiment nehmen werde. Als Grund wird angegeben, der Verlag führe auch schwule Bücher, Weltbild sei aber eine Firma, „die im Besitz der Katholischen Kirche in Deutschland ist“. Aus diesem Grund sei man an „traditionellen Werten“ interessiert.

Anlass für den Ausschluss ist das Buch „Schwule Liebesgeschichten aus aller Welt“ von Robert Joseph Greene.

Veröffentlicht unter Kultur, Queer Getagged mit: , ,
3 comments on “Beschränktes Weltbild
  1. Günther Wassenaar sagt:

    Wer sich die Seite von WELTBILD durcharbeitet kann sehen, dass sie nicht davo zurückschrecken, z.B. das faschistoide Buch eines Sarrazin oder die Machwerke der Revanchisten zu vertreiebn. Das paßt ins Konzept einer kirchlichen Buchhandlung.
    Homosexualität dagegen vereinbart sich mit Glauben natürlich nicht – oder gibt es da Unterschiede zwischen Glauben ud Kirche?

  2. Hans Peter sagt:

    Der Aufmacher, die katholische Kirche als ‚Großsekte’zu bezeichnen, ist höchst unprofessionell. Ich bin wahrlich kein Freund der katholischen Kirche, ich ärgere mich jeden Tag über ihre Beschränktheit, Homophobie und Diskriminierung, das mit der ‚Sekte‘ hätte aber wirklich nicht sein müssen!

    • Thomas sagt:

      Hallo Hans Peter, doch das musste sein. Auch die christlichen „Kirchen“ haben als kleine Sekten begonnen. Aus der römisch/katholischen unter Anderem ist etwas geworden. Sie ist groß, reich und mächtig geworden. Eine Sekte blieb sie aber trotzdem.

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