»Bild.de« und »Pro Deutschland« Propaganda auf dem Rücken der Opfer

„Bild.de“, das Onlineportal von Springers Hetzblatt, nutzt das Entsetzen über das Verbrechen von Norwegen zur Hetze gegen Kommunisten! Unter der Überschrift „Hätten unsere Terror-Jäger die Bestie gestoppt?“ wollen diejenigen, die sich für diese Internetseite immer noch Redakteure nennen ihre Leser vorgeblich über die durch das Massaker eines christlich-fundamentalistischen Rechtsextremisten auch in Deutschland ausgelöste Debatte informieren: „Die Schreckenstat des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik hat auch in Deutschland eine Debatte darüber ausgelöst, ob härtere Gesetze Schutz vor solchen Attentätern bieten könnten.“

In Springermanier werden dann Schlagworte wie Vorratsdatenspeicherung, schärfere Internet-Überwachung und auch ein NPD-Verbot abgehandelt. Und dann kommt der Hammer: „Vom Verbot dieser rechtsextremen Partei halten die meisten Fachleute sehr wenig. (…) Oder die Anhänger der verbotenen Partei würden einfach eine neue Partei gründen und unter neuem Etikett ihre Ziele weiterverfolgen. Beispiel: In den 50er Jahren wurde die kommunistische KPD vom Bundesverfassungsgericht verboten. Später entstand die ebenfalls kommunistische DKP. Gewonnen war also nichts. (…) Ein Amoklauf lässt sich so nicht verhindern.“

Es sind niemals Kommunisten gewesen, die wehrlose Kinder ermordet haben! Aber sehr wohl Neofaschisten und Rassisten – auch in Deutschland. Mölln 1992, Solingen 1993 –  schon vergessen? Wer diese einfache Wahrheit verschweigt, liefert die Stichworte für die nächsten Verbrechen!

Kommunisten stehen an der Seite der Opfer und nutzen nicht die Tat zum Eigennutz, wie etwa „Bild.de“ oder auch die Rechtspopulisten von „Pro Deutschland“. Diese haben sich am Montag vor der norwegischen Botschaft in Berlin zu einer „Mahnwache“ zusammengerottet, um Wahlkampf auf dem Rücken der Opfer des Massakers auf der norwegischen Insel Utøya und in der Hauptstadt Oslo zu machen.

„Es ist erfreulich, dass diese üble Provokation von Demokraten und Antifaschisten nicht unbeantwortet geblieben ist“, so Rainer Perschewski, Spitzenkandidat der DKP zur Berliner Abgeordnetenhauswahl am 18. September, die Proteste gegen die Zusammenrottung von „Pro Deutschland“. Es ist jedoch ein Skandal, dass eine solche Kraft wie diese Partei, die sich ihrer internationalen Verbindungen zu Rassisten und Rechtspopulisten rühmt, in Berlin kandidieren kann. „Der Attentäter in Norwegen berief sich auf die selben ‚Werte‘, für die auch diese Partei steht“, warnt Perschewski. Das hat „Pro Deutschland“ sogar selbst eingeräumt, wenn die Organisation auf ihrer Homepage schreibt: „Der Mörder Anders Behring Breivik hat sich selbst als ‚konservativ‘ und als ‚christlich‘ bezeichnet. Er war weder das eine noch das andere. Als Christen und als Konservative zeigen wir uns deshalb solidarisch mit den Opfern der Anschläge…“

Perschewski dazu: „Anders Behring Breivik agierte aus Haß auf den Islam, den Marxismus, Sozialismus und eine multikulturelle Gesellschaft. Das sind die selben Feindbilder, die auch ‚Pro Deutschland‘ beschwört.“ So hat die „Partei“ auf ihrer Homepage den nach ihrer Meinung „brutalen Rauswurf von Thilo Sarrazin“ (aus einer Gaststätte in Berlin-Kreuzberg) zum Anlass genommen, von einer „Welle von Intoleranz“ gegen ihre Klientel zu phantasieren, in der ein „Klima von Gewalt und ideologischer Verblendung seit Jahren kultiviert worden“ sei.

Die DKP Berlin und mit ihr DKP queer, sprechen den Opfern, ihren Angehörigen sowie den norwegischen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, deren Jugendorganisation Ziel des Verbrechens war, ihre Solidarität aus.

„Unsere Lehre aus den Ereignissen in Norwegen ist, gemeinsam mit allen Demokraten und Antifaschisten gegen alle Formen von Rassismus und Faschismus aufzutreten, wo auch immer sie sich zeigen.“

Quellen: www.redglobe.de  und  www.dkp-berlin.info

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3 comments on “»Bild.de« und »Pro Deutschland« Propaganda auf dem Rücken der Opfer
  1. Andreas S*** sagt:

    Dass ein durchgeknallter Norweger alle Maßstäbe durcheinander bringt, ist an sich schon verwunderlich …
    Dass das jede/r ausnutzen will, wäre fast geschenkt — wenn’s nicht so einen grausamen Hintergrund hätte …
    Aber vergessen wir nicht nur nicht Mölln, Solingen, Rostock und Hoyerswerda …
    Sondern auch Opfer von Homophobie wie Lawrence King, der nur 15 Jahre alt wurde …
    NEW YORK, April 25, 2008: This year’s National Day of Silence will be held in memory of Lawrence King, a 15-year-old California student who was shot and killed at school in February by a 14-year-old classmate because of King’s sexual orientation and gender expression.

    Quelle: http://www.dayofsilence.org/content/news.html

  2. Andre sagt:

    Schöner Artikel – aber wie wär’s mal mit der Quelle?
    Rote Grütze
    André

  3. Thomas sagt:

    Hi Andre, ganz großes SORRY!!! ist im Stress untergegangen!

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