Deutschlands führende Homophobe immer noch auf Tour

Foto Roth http://www.regensburg-digital.de/sind-hier-etwa-schwuchteln-anwesend/03042013/

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Auf Einladung der katholischen Erwachsenenbildung kam „Deutschlands führende Homophobe“ Christa Meves kurz nach ihrem 88. Geburtstag nach Donaustauf.In rechts konservativen und neofaschistischen Kreisen ist die „Psychagogin“ sehr beliebt.

In den 1970er Jahren referierte sie für die „Gesellschaft für biologische Anthropologie, Eugenik und Verhaltensforschung” des Neofaschisten Jürgen Rieger, Interviews gab es für die „Nationalzeitung“,für Zeitungen der „Republikaner“ schrieb sie selbst. Bei den Rechtspopulisten von PRO, Freiheit und pi-News wird sie zitiert und in der „Jungen Freiheit“ werden ihre Pamphlete rezensiert.

Meves sieht „den Fortbestand von Familien in Gefahr“ und will „Wege für eine glückliche Zukunft“ aufzeigen, hieß es in der Veranstaltungsankündigung der Mittelbayerischen Zeitung, in der auch von „wissenschaftlicher Argumentation“ die Rede war.

Inzwischen ist der „Vortrag“ auch auf youtube zu bewundern. Dort bekommt man eine dreiviertelstündige Predigt, in der auch von „Homosexualität und allen anderen Formen des Perversen“ die Rede ist. Wen wundert es, dass Texte dieser Person auch auf dem Hetzportal kreuz.net erschienen sind und diese auch bei den Piusbrüdern Verwendung finden.

Mit der „Katholischen Erwachsenenbildung im Landkreis Regensburg“ hatte Pfarrer Erich Renner die „Psychagogin“ Christa Meves zum Vortrag eingeladen: „SOS – Die Familie retten, heißt Europa bewahren“ Dazu sind über 120 Menschen gekommen.

„Wahrheit“ dieses Wort missbraucht Christa Meves immer wieder. Sie betont, dass die Wahrheit auf der Seite der „Schere liegt, die für die Familie ist“. Die andere Seite sei jene gegen die Familie: Wer das ist? Erklärt sie schnell. Zum Beispiel sind es „die selbstbewussten Frauen, vor denen die jungen Männer Angst haben sie zu heiraten“. Mit der 68er-Generation habe eine Ära begonnen, mit der das „Volk mit relativen gesunden Familien und ohne Rauschgift bewusst von „Ideologen kaputt gemacht wurde“. So stamme aus dieser Zeit die Emanzipation der Frauen, das Gender-Mainstreaming, das laut Meves die „feste geschlechtliche Identität des Menschen abschaffen will“ und natürlich die Schwulen, als „unnatürliche Konstrukte“, die die „gesunde Familie“ zerstören wollen.

Gegen drei junge Erwachsene, die am Anfang des Vortrags ein Transparent mit der Aufschrift „we hate homophobia“ entrollen, wird der Geschäftsführer der „Katholische Erwachsenenbildung“ handgreiflich und wirft sie aus dem Pfarramt.

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Quelle: http://www.regensburg-digital.de/sind-hier-etwa-schwuchteln-anwesend/03042013/

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