Die Hessen-CDU hat einen Ersatz für Erika Steinbach gefunden

Hans-Jürgen Irmer, Bildquelle Wikimedia

Hans-Jürgen Irmer, Bildquelle Wikimedia

Da die umgezogene „Vertriebene“ Erika Steinbach dem nächsten Bundestag nicht mehr angehören wird, würde ja in Berlin jemand mit homophobem und rassistischem Hintergrund aus Hessen fehlen. Deshalb soll Hans-Jürgen Irmer auf dem aussichtsreichen Listenplatz 17 der CDU Hessen für den Bundestag kandidieren.

Seit 1990 ist Hans-Jürgen Irmer, auch als HJ Irmer bekannt, mit kurzen Zeiten der Abstinenz Mitglied des hessischen Landtags.

Nach seinen letzten homophoben Hasstiraden musste er im Januar 2015 zumindest als bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion zurücktreten. Mehr geschah wie bei der hessischen CDU üblich nicht.

Nicht nur einen aussichtsreichen Listenplatz soll Irmer bekommen, er wurde schon zum Direktkandidat im Wahlkreis Lahn-Dill nominiert. Bei der letzten Bundestagswahl gewann die CDU-Kandidatin Sibylle Pfeiffer mit 48,1 Prozent der Erststimmen diesen Wahlkreis.

HJ Irmer ist aber nicht nur offen homophob, zuerst ist er vor allem offen rassistisch und islamophob. Also wenn man alles zusammen nimmt ist er das Paradebeispiel für einen NPD oder AfD Funktionär. Aber Irmer ist nach wie vor in der CDU. Schaut man sich die CDU LDK (Lahn-Dill-Kreis) an, versteht man auch warum. Über Jahrzehnte war die NPD im LDK stark vertreten. Auch heute noch gibt es dort NPD Hochburgen wenn auch inzwischen kleiner geworden. Dafür ist inzwischen die AfD dort angewachsen.

Irmer versteht es aber einen gewissen Teil der NPD und AfD Anhängerschaft an die CDU zu binden!

Irmer sorgt in Hessen seit Jahrzehnten mit homophoben und rassistischen Ausfällen immer wieder für Schlagzeilen. So hetzte er z.B. in dem von ihm herausgegeben Hetzblatt „Wetzlar-Kurier“ gegen einen örtlichen schwulen Lehrer. Auch befürwortet Irmer die sogenannte Konversionstherapie und forderte vom hessischen Sozialministerium dazu „Hilfestellungen“ anzubieten. Homosexualität wäre ja „nicht angeboren“ und so auch „veränderbar“.

Mit seiner Aussage: „Homosexualität ist nicht normal. Wäre sie es, hätte der Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt“ musste er nach scharfer Kritik von seinen Funktionen als schulpolitischer Sprecher und stellvertretender Fraktionsvorsitzender zurücktreten.

Jetzt soll Irmer also für den Bundestag ins Rennen gehen. Für den Landtag scheint er nicht mehr haltbar zu sein, für das EU Parlament muss er sich erst mit noch mehr hetzerischen Ausfällen qualifizieren. Allerdings bei der nächsten EU Wahl ist er fast 70 und daraus dürfte dann eher nichts mehr werden. Aber im Bundestag wird er vier Jahre Zeit haben, seinen Namen bundesweit noch bekannter zu machen!

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