Die spinnen, die katholischen Ärzte

Wie das online-Portal des WAZ-Konzernes derwesten.de berichtet, haben katholische Ärzte die Homosexualität wieder als Krankheit entdeckt und debattieren Heilmethoden.

Raus aus der Kirche!

Raus aus der Kirche!

Der katholische Ärzteverband will Homosexuelle „heilen“ – mit Homöopathie und Psychotherapie. Gero Winkelmann vom BKÄ (Bund Katholischer Ärzte) sieht sich als Vorreiter und als einer, der sich traut, ein heißes Eisen anzufassen. Psychotherapie soll helfen, aber auch Seelsorge und Homöopathie. Überhaupt sei Hilfe für Schwule und Lesben unbedingt notwendig, findet Winkelmann. Den BKÄ, dem laut eigenen Angaben 40 Aktive und rund 300 Unterstützer in ganz Deutschland angehören, würden immer wieder Hilferufe erreichen, vor allem von Familienvätern, beteuert Winkelmann. Zudem gebe es bei Homosexuellen eine höhere Rate von Selbstmord, Scheidung und Eifersucht. Belege hierfür kann er nicht nennen. Dennoch lautet die Mission der katholischen Ärzte: „Wir wollen die Not homosexueller Menschen lindern.“

Jedem, der unsere Berichterstattung über dkp-queer.de oder die „red&queer“ verfolgt, dürften die Ohren klingeln. Man fragt sich, wie verblendet Menschen sein müssen, die einfach nicht wahrnehmen wollen, dass es die Gesellschaft und nicht die Lebens- und Liebensweise ist, die die Menschen in die Verzweiflung und manchmal sogar in den Selbstmord treibt!

Brasiliens Ex-Präsident Inacio da Silva nannte Homophobie ein schreckliches Verbrechen. Dort steht Homophobie unter Strafe jetzt. Und was passiert hier? Da muss eine Bundesregierung durch ein imperialistisches Konstrukt (die EU) gezwungen werden, ein Antidiskriminierungsgesetz zu erlassen und man muss TROTZDEM noch mit den Umtrieben wildgewordener Sauerländer Pfarrer oder Christival- oder Exodus-Umpolern konfrontiert werden. Horrende Strafen müssen her für  die Gero Winkelmanns der Nation!

Dabei finden sich nebenbei bemerkt die Umpoler auch unter dem Dach der EKD wieder, wie z.B. die Organisation „wüstenstrom“.

Für Winkelmann ist Homosexualität eine „sexuelle Charakterstörung“. Und die sei durch Naturheilverfahren behandelbar. Und er setzt noch einen drauf: Schwule seien häufiger von sexuellen Krankheiten betroffen und trügen daher ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. „Warum können wir nicht vor der Auslebung dieser Neigung warnen. Wir warnen doch die Menschen auch davor, bei Rot über die Ampel zu fahren.“ schreibt derwesten.de.

Homophobie ist sicher keine Krankheit aber eine „Charakterstörung“ allzumal. Es wird noch viel Arbeit vonnöten sein, die Menschen von dieser zu befreien. Es zeigen sich gerade fanatische Christen besonders anfällig für diese Charakterstörung. Hat denn nicht ein Christus gesagt: Liebe Deinen Nächsten, wie Dich selbst?

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One comment on “Die spinnen, die katholischen Ärzte
  1. M. Wüsthoff sagt:

    Liebe gläubige Katholiken,

    wenn Ihr nichts dagegen habt, die Kommunion mit Brot und Wein aus der Hand einer verheirateten lesbischen Priesterin zu erhalten, dann werdet Mitglied einer altkatholischen Gemeinde. Ihr braucht nicht zu konvertieren, einfach nur sich als Gemeindemitglied in der nächsten altkatholischen Pfarrei registrieren lassen.

    Katholisch ohne Vatikan – das ist hier möglich.

    Liebe Grüße

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