»Queer DKP« – Vita von Dominik

Angefangen hat alles, wie bei den meisten wohl auch, am Fdorfer Bahnhof. Als ich nur was zu trinken haben wollte hatte ich schon eines unserer Taunus-Echo in der Hand. Dann ging es weiter, ich traf Thomas am Bad Homburger Bahnhof wieder und schon waren meine Kontaktdaten an ihn weitergegeben. Nun dabei blieb es aber nicht. Danach kamen einige Gruppenabende der SDAJ, sofern ich mich richtig erinnere, und dann auch ein Abend in der Zeit in der ich mich geoutet habe. Und um alles komplett zu machen musste ich mich natürlich, nach meinem Willen – wenn dann richtig! -, auch bei Thomas und Co. outen. Dabei half mir ein kleines Ding das zu dem Zeitpunkt meinen kleinen Finger schmückte, und zwar ein Ring. Ich kam auf die Idee diesen mit einer kleinen „Geschichte“ zu verbinden. Und zwar meinte ich einfach: „Wisst ihr eigentlich was dieser Ring bedeuten soll?“ „Nein, nicht wirklich!“ „Naja, den tragen nur Schwule!“ (Stimmt zwar nicht, aber manchmal benötigt man(n ein Hilfsmittel!) Und schon war ich auch bei Thomas geoutet. Von da an konnte ich mich nun endlich ausleben, so wie ich bin. Und dann nach 6 Monaten Parteiarbeit kam mir die Idee bzw. der Gedanke: Eigentlich gibt es viel zu viele „junge“ Schwule die nicht wissen wie Sie sich outen sollen bzw. benötigen Sie Hilfe in ihrer Zukunft. Denn manche kommen mit ihrer Sexualität nicht zu recht oder können sich anderen gegenüber nicht durchsetzen. Daher stammte meine Idee zur „roten Schwulen Arbeit.“

Diesen Vorschlag habe ich dann auf einer MV (Mitglieder Versammlung) vorgetragen und stieß auf positive wie negative Resonanz. Nun sind wir dabei uns einen Platz in der schwulen Welt zu sichern. Wir sind zur Zeit zwar im Aufbau von einer „Hilfe“-Hotline, jedoch fehlt uns noch der Sponsor für ein solchen Handy, um eine fast rund um die Uhr Hilfe zu schaffen. Und diese Hotline als Beispiel soll natürlich nicht nur jungen wie alten Schwulen, sondern auch Lesben, Bisexuelle und Heteros, die in Bezug auf Fragen in jeglicher Hinsicht dienen. Denn durch gute Erlebnisse in Sachen Hilfe für eigene „Schwestern“ oder „warmen“ Brüder hatte ich den Anreiz auch anderen helfen zu wollen bzw. es so gut es geht zu versuchen. Dazu waren aber auch eigene Erfahrung wichtig, den ich zähle bei mir zwar nur 20 Lebensjahre, jedoch würde ich von mir sagen das ich in Sachen „Schwule Welt“ sehr viel Wissen und Erfahrung gesammelt um in jeglicher Lage, außer natürlich mit Geld, zu helfen.

Da wir ja beim Erscheinen des Taunus Echo auf dem Pfingstcamp sind, hier noch kurz unsere zukünftigen Termine: Hier auf dem Pfingstcamp unsere inhaltliche Runde mit dem Titel: Sozialismus ist sexy. Sexualität in der Klassengesellschaft. Mit der Referentin Iris Rudolf und „Queer DKP“, diskutieren Jugendliche über Selbstbestimmte Sexualität in der heutigen Gesellschaft. Schwerpunkt ist die Frage, ob Homosexualität und Heterosexualität in dieser Gesellschaft das Recht haben gleichberechtigt zu existieren. Die Frage ist berechtigt: Bislang gab es nur einen Staat auf der Erde, der die volle Gleichberechtigung der Geschlechter, juristisch, finanziell, moralisch, hergestellt hatte: Die Sowjetunion. In der heutigen Gesellschaft der BRD werden hingegen Schwule und Lesben nur fürs Fernsehen als Gleichberechtigt akzeptiert, in der Gesellschaft an sich sind ihnen weitergehende Rechte verwehrt. Mit der „Taliban aus Niedersachsen“ Ursel von der Leyen kommt sogar das ausschließlich christliche Familienbild zurück. Was tun? Außerdem machen wir am Sonntag Vormittag einen „Frühschoppen unter der Regenbogenfahne.“ Der nächste Termin: CSD Frankfurt am Main mit einem gemeinsamen Infostand von DKP und SDAJ, 29. und 30. Juli. Und am Wochenende 19. und 20. August treffen sich die aktiven Mitglieder und Sympantisanten in der Karl-Liebknecht-Schule in Leverkusen um das bisher gelaufene auszuwerten und für die Zukunft zu planen.

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