Eine Grussbotschaft von Kommunisten der Volksrepublik Donezk

150px-flag_of_the_donetsk_peoples_republic-svg-1In der Volksrepublik Donezk hat sich eine Partei mit kommunistischem Anspruch gebildet – die Kommunistische Partei der Volksrepublik Donezk. Ihr Erster Sekretär Boris Litvino hat der Rosa-Luxemburg-Konferenz der jungen welt eine Grussbotschaft übermittelt. Hier der Wortlaut:

Sehr geehrte Teilnehmer der Rosa-Luxemburg-Konferenz!

Die Kommunisten der Volksrepublik Donezk begegnen der Arbeit der linken, antifaschistischen, antiimperialistischen Kräfte in der ganzen Welt mit großer Achtung und aufrichtigem Interesse. Die Rosa-Luxemburg-Konferenz findet im Zentrum Europas, in Berlin, statt. Die in Berlin gebildeten Meinungen und gefassten Entscheidungen der staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen gestalten in hohem Maße die Richtlinien für die Entwicklungen in der Welt – der Stabilität Europas insbesondere.
Nach dem antisozialistischen Umsturz 1991 wurde in der Ukraine das kapitalistische Privateigentum absolut vorherrschend. Die ausbeutenden Klassen und die Ausbeutung wurden wieder zum Leben erweckt. Die Strukturen des politischen und rechtlichen Überbaus haben sich radikal verändert. Die sozialen und kulturellen Grundstrukturen sind zerschmettert. Die moralischen Stützen der Gesellschaft sind ruiniert.
Eine besonders schwerwiegende Folge der Wiederherstellung der bürgerlichen Staatsform war für die Mehrheit unseres Volkes die Abschaffung der großen Errungenschaften des Sozialismus – und zwar der kostenlosen Gesundheitsversorgung und Bildung, des gerechtesten Systems der sozialen Fürsorge und Sicherheit weltweit.

Nach dem Staatsstreich im Februar 2014 hat sich die Situation in der Ukraine gefährlich verändert. Seit dem Machtantritt der prowestlichen Kräfte in der Folge der Ereignisse des Kiewer »Maidan« wird in der Ukraine die menschenfeindliche Ideologie des Faschismus als Staatsideologie propagiert. Sie beinhaltet unter anderem einen militanten Antikommunismus, Nationalismus, Rassismus und die Militarisierung aller Lebensbereiche, Aggression und das Anheizen chauvinistischer Stimmungen.

Die Ereignisse in der Hauptstadt und den Gebieten des Westens der Ukraine haben zu bewaffneten Zusammenstößen, zum Tod von Menschen geführt, und sie haben die Bewohner im Osten des Landes dazu gezwungen, selbst für ihre gesetzlich verbrieften Rechte einzutreten.
Am 7. April 2014 haben die gegen die national-faschistische Ideologie und oligarchische Allmacht aufbegehrenden Bewohner des Oblasts Donezk in der Ukraine ihre Deklaration der staatlichen Souveränität verkündet. Basis dieser Entscheidung ist das internationale Selbstbestimmungsrecht der Völker.

Am 11. Mai 2014 hat die Bevölkerung des Oblasts Donezk in der Ukraine die Deklaration der Souveränität mit einem Referendum bestätigt. 89 Prozent der Teilnehmer dieses Referendums haben sich für die Gründung des souveränen Staates Volksrepublik Donezk ausgesprochen.
Die Kiewer Machthaber haben mit der Unterstützung der US-Regierung und Zustimmung der meisten Staaten der Europäischen Union eine Strafoperation gegen die junge Republik begonnen. Sie haben einen blutigen Krieg entfesselt, in dem die Bewohner des Donbass ihre gesetzlich garantierten Rechte, zu denen auch das Recht auf Leben und Freiheit zählen, verteidigen müssen.
In diesem Krieg sind nach offiziellen Angaben bisher mehr als 5.000 Menschen umgekommen. Zehntausende Zivilisten und Militärangehörige wurden verletzt. Hunderte Unternehmen, viele Zivilobjekte (Krankenhäuser, Schulen, Kindertagesstätten, Systeme der Lebenssicherung) wurden zerstört. Die Industrieanlagen im Donbass sind größtenteils in Schutt und Asche gelegt. Die NationalChauvinisten verbreiten ohne die Missbilligung der Machthaber in Kiew Aufrufe zur Vernichtung der Bewohner der Region.

Es wird mehr und mehr deutlich, dass Waffengewalt – Panzer, Flugzeuge, Kanonen, Raketen, die Anwendung von nach internationalem Recht verbotener Kriegsführung – nicht in der Lage ist, den Widerstand der Bewohner der jungen Republik, die die Diktatur des Kiewer pronazistischen Regimes ablehnen, zu unterdrücken. Im Wesentlichen betreibt dieses Regime eine mörderische Politik gegen das eigene Volk. Die Rückkehr des Kerngebiets der Donbass-Region unter die Regierung Kiews wird unmöglich.

In der jungen Volksrepublik Donezk wurde die Kommunistische Partei gegründet, die die Vorhut des Kampfes für die Rechte des Volkes der Republik bildet.
Das Ziel der Kommunisten ist der Aufbau einer antioligarchischen, sozial ausgerichteten, internationalen, friedliebenden, rechtsstaatlichen Volksrepublik Donezk.

Wir werden immer dankbar für die moralische Unterstützung unseres Freiheitskampfes sein, die uns die brüderlich verbundenen progressiven Parteien vieler kapitalistischer Länder geben.
Unsere Klassenbrüder können sicher sein, dass sich die Kommunisten der Volksrepublik Donezk den Schlägen des Kiewer national-faschistischen Regimes nicht beugen werden und dass sie alle Torturen überstehen und den Sieg erreichen werden.

Im Namen der Kommunistischen Partei der Volksrepublik Donezk wünsche ich der Rosa-Luxemburg-Konferenz eine ertragreiche Arbeit.

Die gemeinsamen Bemühungen aller progressiven antiimperialistischen und antimilitärischen Kräfte können den Gang der geschichtlichen Entwicklung auf den Weg des sozialen Fortschritts, des Friedens und des Sozialismus lenken.

In tiefem Respekt

Der erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Volksrepublik Donezk, Abgeordneter des Volksrates der Volksrepublik Donezk

Boris Litvino

Quelle: news.dkp.de

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