Evangelikale tagen in Thüringen

Deutsche Evangelische Allianz Quelle: Wikipedia

Deutsche Evangelische Allianz Quelle: Wikipedia

Seit vorgestern tagen sie wieder im beschaulichen thüringischen Bad Blankenburg. Bis zum 4. August werden bei der evangelikalen „Glaubenskonferenz“ 2.500 Teilnehmer erwartet.

Und das in einem 6800 Einwohner Ort. Sowas freut auch den Bürgermeister von Bad Blankenburg Frank Persike, der die Teilnehmer der Konferenz im Namen der Stadt begrüßte. Er würde sich freuen, dass sich jedes Jahr so viele Menschen nach Bad Blankenburg begeben und natürlich lies er es nicht aus zu sagen, dass die Allianzkonferenz einfach zu Bad Blankenburg gehört. Darüber hinaus würden die zahlreichen internationalen Gäste der Stadt „Internationalität“ verleihen. Eine nette Begrüßung für eine evangelikale, homophobe Vereinigung.

Dort „Wo die guten Ordnungen Gottes nicht mehr berücksichtigt werden, triumphiert das Böse.“ So der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA), Hartmut Steeb. „Auswüchse des Bösen“ würden sich unter anderem so zeigen, dass „der Sonntag entheiligt und die Ehe zwischen Mann und Frau relativiert werde“.

Die Konferenz steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Freiheit – Ich bin so frei!“. Die CDU Bundestagsabgeordnete Carola Stauche erklärte in ihrem Grußwort, Freiheit sei „die Freiheit zur Bindung“. Wenn Verliebte sich nicht mehr auf ein dauerhaftes Leben in Ehe und Familie freuten, laufe etwas schief.

Vor einigen Jahren kritisierte Steeb Grußworte von Parteien und deren Funktionäre auf und für CSDs. Steeb ist überzeugt, „dass diese Art aktiver Unterstützung von Homosexualität und Lesbentum weder für die Zukunft unseres Landes gut ist, noch das Vertrauen in die Politik stärkt“. Er forderte die Politik auf, sich intensiver mit der hinter dem Christopher Street Day stehenden Ideologie zu befassen.

„Es wäre fatal, wenn sie sich der Ideologie dieser Bewegung ergeben würden“. Desweiteren ist Steeb der Meinung, dass sich unsere Gesellschaft zur ,christlichen Leitkultur‘ stellt“.

Ein weltanschaulich neutraler Staat habe keine gute Zukunft. „Werteungebundene Toleranz macht Deutschland zum gefundenen Fressen einer auf Expansion und Aufrichtung einer islamischen ,Gottes-Staat-Ideologie‘ ausgerichteten islamischen Weltsicht.“

Man mag von den olivGrünen halten was man will aber manchmal bringen sogar sie etwas Gutes auf den Weg. Das sieht aber die DEA nicht so, als Beck den Gesetzesentwurf gegen die Konversionstherapie, sprich Umpolung Homosexueller einbrachte.

In der Begründung des Gesetzentwurfs wurden auch einige evangelikale Organisationen genannt, die diese Umpolungen vornehmen. Darunter „Wüstenstrom“ und die „Offensive Junger Christen“.

Der Vorsitzende der DEA, Michael Diener erklärte dass die DEA und die mit ihr verbundenen Gruppen keinesfalls die „Manipulation der sexuellen Orientierung von Menschen unterstütze“ aber „Wo Menschen (…) aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erhebliche psychische Probleme haben und Hilfe suchen, bieten einige wenige Vertreter des evangelikalen Spektrums Hilfe – auch therapeutisch legitimiert – an.“ Sowas kann man nur glauben, wir aber wissen das sowas Schwachsinn ist.

Aber kommen wir zum Schluss noch einmal auf den Bürgermeister von Bad Blankenburg zurück. Frank Persike ist keinesfalls CDU oder Freie Wähler Mitglied, wie man nach der Begrüßung der Evangelikalen meinen könnte. Er gehört tatsächlich der Partei „DIE LINKE“ an.

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