Gauweiler-Seehofer-Weber

Prof. Dr. Ralph Weber MdL Mecklenburg-Vorpommern

Prof. Dr. Ralph Weber MdL Mecklenburg-Vorpommern

Ihnen sagen die Namen Gauweiler und Seehofer zwar noch immer etwas aber von einem Ralph Weber haben sie noch nichts gehört?

1987 waren es Peter Gauweiler und Horst Seehofer von der CSU, die HIV Infizierte registrieren und internieren wollten. Heute ist es Ralph Weber vom rechten Rand der AfD.

Der AfD-Landtagsabgeordnete fordert eine namentliche Meldung von HIV-Infizierten bei den Landesgesundheitsämtern. „In den vergangenen Jahren sind die Zahlen der HIV-Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern beständig gestiegen”, so Weber im Gespräch mit dem „Nordkurier“. 2015 wurden laut Angaben der Landesregierung 41 HIV-Neudiagnosen registriert, 2010 waren es 24.

Die wachsenden Anzahl an Infizierten führt der AfD-Abgeordnete auf „unvernünftiges Verhalten“ zurück. Deshalb möchte er das bestehende Infektionsschutzgesetz ändern lassen.

OK, bisher fordert er „nur“ eine Namentliche Registrierung, nur bei solchen Herrschaften können sich die Forderungen ja schnell ändern. So konnte bei Rechtsaußen wie damals Gauweiler und Seehofer auch schnell eine Internierung werden. Im Magazin „Der Spiegel“ wurde 1986 ein nach oben strebender CSU-Abgeordneter namens Horst Seehofer zitiert, der Aidskranke „in speziellen Heimen“ sammeln, gar „konzentrieren“ wollte.

Wann Weber eine Kennzeichnungspflicht für HIV Infizierte fordern wird und wie diese aussehen soll ist noch nicht bekannt!

 Auch wenn ich nicht der große Fan von Wikipedia bin, über Herrn Weber findet sich dort doch eine ganze Menge.

Laut Wikipedia war Weber bis 2014 Mitglied der CDU und gehörte zu deren konservativem Flügel. 2003 positionierte sich Weber gegen die Straffreiheit von Schwangerschaftsabbrüchen. 2008 stellte er in dem rechten Pamphlet „Junge Freiheit“ dar, dass er ein Potential für eine Partei rechts von der CDU sehe. 2010 geriet er in die Schlagzeilen wegen der Initiative, eine Partei rechts der CDU gründen zu wollen. Er traf sich dazu mit den damaligen Vorsitzenden der NPD und DVU, Udo Voigt und Matthias Faust. Weber gab an, dass es „keinen Unterschied“ mache, „ob ich mit Frau Merkel rede oder mit Herrn Voigt“. 2012 wiederholte er seine Stellungnahme in den Burschenschaftlichen Blättern. In seiner Freizeit setzt sich Weber nach eigenen Angaben für die „Pflege des germanischen Kulturerbes“ ein.

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