Gemeinsam gegen Aids

logo_watAufklärung, Schutz und Solidarität sind die Ziele des Weltaidstages.

Am 1. Dezember 1988 wurde der Weltaidstag erstmals begangen, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Weltaidstag 1988 ausgerufen hat.  Weltweit machen seitdem Organisationen mit Informationsveranstaltungen sowie Benefiz-Veranstaltungen auf die Krankheit aufmerksam. In der BRD wird unter dem Motto „Gemeinsam gegen Aids“ zu mehr Engagement aufgerufen.

Der Aidserreger HIV zerstört das Immunsystem, so dass Krankheitserreger nicht mehr abgewehrt werden können. Nach Angaben des Aidsprogramms der Vereinten Nationen (UNAIDS) gibt es derzeit weltweit etwa 33,4 Millionen Infizierte.

Die meisten HIV-infizierten Kinder werden nicht behandelt
Die Mehrheit der HIV-infizierten Kinder auf der Welt bekommt noch immer nicht die nötigen Aids- Medikamente. Nur 38 Prozent der bedürftigen Kinder werden behandelt, kritisiert ein neuer Bericht der Vereinten Nationen zum Weltaidstag. „Die am stärksten betroffenen Länder sind bis heute nicht in der Lage, die Aids-Epidemie aus eigener Kraft wirksam zu bekämpfen“, so die Geschäftsführerin des UN-Kinderhilfswerks UNICEF in Deutschland, Regine Stachelhaus. Dass dies durch das herrschende kapitalistische System gefördert wird, verschweigt sie allerdings.

Rund 67.000 HIV-Infizierte leben derzeit in der BRD. Darunter sind homosexuelle Männer weiterhin die größte Gruppe. Bei rund 1.100 Infizierten brach in diesem Jahr die Krankheit Aids aus. Etwa 550 Erkrankte starben. Bei den Zahlen handelt es sich um Schätzungen, da die genauen Zahlen erst 2010 vom Robert-Koch-Institut bekanntgegeben werden.

In der BRD ist die Zahl der Neuinfektionen seit drei Jahren stabil, etwa 3.000 haben sich seit Beginn des Jahres mit HIV infiziert – die niedrigste Neuinfektionsrate in Europa. Dennoch in den 1990er Jahren gab es ein Drittel weniger Neuinfektionen, damals kamen pro Jahr ca. 2.000 Fälle hinzu.

Die Zahl neuer Infektionen ist in den vergangenen acht Jahren weltweit um 17 Prozent gesunken. Dennoch leben heute mehr Menschen als je zuvor mit dem HI Virus im Blut. Weltweit haben sich im vergangenen Jahr 2,7 Millionen Menschen neu mit dem Immunschwächevirus infiziert. 2001, als die UN- Vollversammlung sich in einer Deklaration zum Kampf gegen Aids verpflichtet hatte, waren es noch 3,2 Millionen Neuinfektionen.

Am 30. November versammelten sich mehrere hundert Menschen am Brandenburger Tor in Berlin und entrollten eine über 300 Quadratmeter große rote Schleife. Das Symbol steht weltweit für die Solidarität mit Betroffenen. Für heute rief das „Aktionsbündnis gegen AIDS“ im Rahmen seiner Kampagne „Leben vor Pharmaprofit! Patente können tödlich sein“ zu Protesten vor dem Sitz des „Verbandes der forschenden Arzneimittelhersteller“ (VFA) in Berlin auf.

Das Bündnis, dem etwa 280 lokale Gruppen angehören, setzt sich für mehr Geld zur weltweiten HIV-Prävention sowie den Zugang zur Therapie für Betroffene ein und kritisiert die „verheerenden Auswirkungen der Patentpolitik der Pharmakonzerne in Entwicklungsländern“.

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