»Grüß Gott, ist das hier die Atheisten-Demo?«

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Als Reaktion auf Bischof Mixas Osterrede fand am 18. April eine Demonstration linker und konfessionsfreier Verbände in Augsburg statt. Mixa hatte Atheisten und Gottlose für Verbrechen wie die Massenmorde der Nazis, Zwangsprostitution und Verletzung der Menschenwürde verantwortlich gemacht.

Zu dieser Demonstration gegen den Augsburger Bischof Walter Mixa hatten u.A. die Jugendverbände SDAJ (Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend) die Partei „DIE LINKE“ und die Linksjugend solid, sowie der überparteiliche Bund für Geistesfreiheit aufgerufen. Grund für den Aufruf war Mixas Augsburger Osterpredigt. Hier hatte er vor dem Atheismus gewarnt und die Meinung vertreten, erst der Atheismus hätte die Verbrechen des sogenannten „Nationalsozialismus“ möglich gemacht.

(Wir berichteten über die Ausfälle des homophoben Klerikers)
Ein Redner widerlegte die Behauptungen Mixas, in dem er die Verquickungen der katholischen Kirche mit dem Nazistaat deutlich machte. Im Reichskonkordat, einem Vertrag zwischen der deutschen Naziregierung und dem Vatikan von 1933, sicherte der faschistische deutsche Staat der katholischen Kirche ihre angestammten Privilegien zu, die Katholiken enthielten sich daraufhin weitgehend von Kritik an der Politik und den Verbrechen der Nazis. Nicht von ungefähr stand auf den Koppelschlössern der mordbrennenden Wehrmachtssoldaten „Gott mit uns“. Mixa will mit seiner Predigt den Anschein erwecken, die Gräuel des 3. Reiches waren nur durch den Atheismus möglich, übersieht dabei aber, dass Hitler bis zu seinem Tod Mitglied in der römisch katholischen Kirche war und z.B. Hermann Göring seine (2.) Frau 1935 im Kölner Dom ehelichte.

So wie Walter Mixa heute als Militärbischof für die Bundeswehr zuständig ist, haben seine Vorgänger die Waffen gesegnet, mit denen deutsche Soldaten über Ihre Glaubensbrüder in ganz Europa hergefallen sind.

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Auf ihrem Demonstrationszug skandierten die Demonstranten Sprechchöre wie “ Für die Freiheit, für das Leben – Mixa aus der Kirche fegen“ oder „Friedensstadt hat Mixa satt“. Auch fordern sie den „Rücktritt“ von Walter Mixa aus seinem Amt. Das dies nicht möglich ist, erklärte Gerhard Rampp den Demonstranten. „In undemokratisch verfassten Organisationen wie der katholischen Kirche, sind Rücktritte nicht vorgesehen.“

Die friedliche Demonstration endete vor dem Augsburger Dom.

Bildquelle: Partei „DIE LINKE“ Augsburg

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