Hey Steinbach – gehts noch?

Bildquelle: Wikipedia

Erika Steinbach, die neben ihrem Posten als Präsidentin des revanchistischen „Bund der Vertriebenen“ auch „menschenrechtspolitische Sprecherin“ der CDU/CSU Fraktion im BRD Bundestag ist, hat in einem Interview erklärt, dass der Staat kein Interesse daran habe, Homo-Paare im Eherecht gleich zu behandeln.

Von ihr stammt die Aussage: „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes, weil nur die Familie die Gesellschaft stabilisiert und das Überleben des Volkes sichert. Die Rechtsformen liegen immer im Interesse des Staates und seiner kulturellen Tradition“.

Und Homosexuelle hätten die gleichen Rechte ja von sich aus selbst abgelehnt: „Nur ein kleiner Teil, nämlich ein Prozent aller Homosexuellen, lebt in einer eingetragenen Partnerschaft. Das heißt: 99 Prozent wollen das offenkundig nicht“.

Hey Steinbach, es geht darum, gleiche Rechte zu haben! Und nicht die Ehe-light als etwas zu sehen, was es nicht ist!

Schwule und Lesben hätten kein Recht auf Eheschließung, auch wenn sie Verantwortung füreinander übernehmen. Denn sonst müssten auch andere Beziehungen als Ehe anerkannt werden: „Es gibt ja auch erwachsene Töchter, die mit ihrer Mutter zusammenleben. Auch dort sorgt man füreinander“, erklärte Steinbach.

Richtig!

Und aus diesem Grund fordern wir von DKP queer seit langem, dass alle Beziehungen wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen gleichberechtigt zu behandeln sind und unter den „besonderen Schutz“ des BRD Grundgesetz und „der staatlichen Ordnung“ zu stellen sind!

Aber was erwartet man von einer Frau wie Erika Steinbach? Eine Frau, die wie ein HJ Irmer in der Hessen CDU ihr Unwesen treibt, weil man dort besser Karriere machen kann als in der NPD oder bei PRO Deutschland! Eine Frau, die das Potsdamer Abkommen lieber heute als morgen loswerden will.

Als Erika Steinbach am 25. Juli 1943 in Rumia geboren wurde, war das Gebiet von der faschistischen Wehrmacht besetzt und der Ort wurde „Rahmel“ genannt. Beharrlich nennt sie Rumia auch heute noch „Rahmel in Westpreußen“

Ihr Vater Wilhelm Karl Hermann, der 1945 an der Ostfront tapfer gegen unsere Befreiung vom Faschismus kämpfte, war seit 1941 als Besatzungssoldat in Rumia.

Seine Heimat war Hanau. Er lernte in dem von ihm mitbesetzten Rumia 1943 die Wehrmachtshelferin Erika Grote aus Bremen kennen, heiratete sie und zeugte mit ihr zwei Kinder. Eines bekam ebenfalls den Namen Erika und heißt heute durch Heirat mit Nachnamen Steinbach.

Drei Monate vor der Befreiung von Rumia „flüchtete“ Frau Steinbach im zarten Alter von 18 Monaten zusammen mit Mutter und Schwester nach Schleswig-Holstein. Es dürfte sich also wohl eher um einen Umzug gehandelt haben, der in sehr geordneten Bahnen verlief und nichts, aber auch gar nichts mit einer „Flucht“ zu tun gehabt haben.

Vermutlich hatten sich die Steinbachs vorgestellt nach dem „Endsieg“ in „Rahmel“ ein Rittergut zu bekommen und trauern bis heute diesem Luftschloss nach. Auch deshalb fühlt sie sich als Vertriebene.

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