Homosexualität steht in Botswana nicht mehr unter Strafe

In mehr als der Hälfte der afrikanischen Staaten ist Homosexualität illegal. Botswana hat nun endlich die verfolgung Homosexueller abgeschaft.

Bisher konnten in dem Land gleichgeschlechtliche Beziehungen mit bis zu sieben Jahren Gefängnis bestraft werden. Dies ist auf die Kolonialgesetzgebung Großbritanniens zurückzuführen.

Circa 25 Staaten südlich der Sahara kriminalisieren queer lebende Menschen nach wie vor. In einigen Ländern wie dem Sudan oder Mauretanien droht sogar die Todesstrafe.

Erst vor einem Monat verhandelte das Oberste Gericht von Kenya über eine mögliche Legalisierung, entschied dann aber dagegen, auch hier ist die Kolonialgeschichte maßgeblich dafür verantwortlich.

Für eine Entkriminalisierung hat sich vor einigen Monaten Angola entschlossen. Das Oberste Gericht geht sogar so weit, jede Diskriminierung von Homosexuellen unter Strafe zu stellen. Auch in Angola war die Kolonialgeschichte für diesen Zustand verantwortlich. Dort jedoch die portugiesische.

Menschenverachtende Strafen gegen queer lebende Menschen kennen in Afrika vor allem Staaten, wo monotheistische Religionen aus dem Ruder gelaufen sind und/oder wo rückschrittliches koloniales Unrecht nach wie vor Recht ist wie z.B in Uganda oder Simbabwe.

Vieles spricht dafür, dass die afrikanischen Gesellschaften in vorkolonialer Zeit einen recht toleranten Umgang mit Homosexualität pflegten, so wie es auch in Europa vor der Missionierung gewesen war.

 

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