Intersexuelle fordern Positionierung der Goethe-Universität Frankfurt/Main

Der Senat der Goethe-Uni soll nach Willen des AStAs und einer Aktivist_innengruppe am Mittwoch, 14.11.2012, einen Antrag zur Aufarbeitung „genitalkorrigierender“ Eingriffe in der Medizin beschließen. Dabei geht es um die Einschränkung kosmetischer Eingriffe an Kindern mit „atypischen“ Geschlechtsmerkmalen am Uniklinikum und den Lehrkrankenhäusern. Auch in der Lehre sollen die Operationen zum Thema werden.

„Wir fordern die Kommission ‚Intersex‘, die das Ausmaß der Eingriffe und die Vermittlung in der Lehre erheben soll. Es müssen Kriterien erarbeitet werden, nach denen überhaupt Operationen durchgeführt werden dürfen und nach denen Betroffene und deren Eltern beraten werden“, meint Schwulenreferent Julian Fischer. Der Uni-Senat soll eine Kommission in Auftrag geben, die sich aus Betroffenen und Medizinern zusammensetzen und zum Thema Genitaloperationen an intersexuellen Kindern arbeiten soll. Neben dem Lehrbetrieb für Studierende soll das Thema auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, zum Beispiel im Rahmen der Bürgeruniversität.

Der Antrag wurde in Zusammenarbeit mit der Aktivistengruppe Zwischengeschlecht.org, dem autonomen Schwulenreferat, dem AStA und der Grünen Hochschulgruppe geschrieben und eingereicht. Seit dem 08.11.2012 richten die Gruppen die Intersex-Aktionswoche aus, innerhalb derer eine Demonstration und zwei Vorträge zum Thema Intersexualität stattfinden.

Mehr Informationen sind zu finden auf zwischengeschlecht.org und frankfurter-schWule.de.

Ansprechpartner:
autonomes Schwulenreferat „Frankfurter-SchWule“
Julian Fischer
Tel. 017680221978
eMail: info@frankfurter-schWule.de

Veröffentlicht unter Pressemeldungen, Queer, Regionales Getagged mit: , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Aktuelle Ausgabe

Archiv

Buchtipp!

»Muslime vs. Schwule«

Hier das Buch 'Muslime versus Schwule' bestellen

Hier das Buch bestellen