Israels Innenminister fordert Gay-Pride-Parade-Verbot

gay20pride20parade20tel20aviv20620272003Die für heute in Tel Aviv geplante Gay-Pride-Parade stößt auf Widerstand von Fundamentalisten und Rechtsextremen

Israels neuer Innenminister Eli Yishai von der rechtsextremen, ultranationalistischen Shas-Partei sowie das israelische Oberrabbinat verlangen, dass die Demo mitsamt ihrer „Abscheulichkeiten“ verboten und wenn dass schon nicht geht zumindest an den Stadtrand verbannt werden soll. In einem Brief an den ebenfalls ultranationalistischen Ministerpräsident Benjamin Netanyahu, den Bürgermeister von Tel Aviv und an den nationalen Polizeichef heißt es, der Gay Pride müsse wenigstens sehr eng begrenzt und der Zugang nur Volljährigen gestattet werden. Auch müsse die Polizei sicherstellen, dass alle Teilnehmer vollständig bekleidet und keinerlei Gegenstände mit sexuellem Bezug zu sehen sind.

Zur Begründung haben der Innenminister und das Oberrabbinat angegeben, dass die Demonstration eine „schwere Beleidigung der öffentlichen Gefühle, insbesondere derer von Muslimen, Christen und Juden“, sein soll. Vergessen wurde jedoch zu sagen fundamentalistischer Muslime, fundamentalistischer Christen und fundamentalistischer Juden.

Was den Innenminister wohl auch auf die Palme bringt ist, dass es gerade unter Homosexuellen viele Partnerschaften zwischen Palästinensern und jüdischen Israelis gibt.

MIDEAST-ISRAEL-GAY

Ob er aber auch dies bald verbieten will, steht noch nicht fest, zuzutrauen wäre es ihm allerdings.

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