Köln …

Nordeingang Koelner Dom mit Treppe vom Bahnhofsvorplatz

Nordeingang Koelner Dom mit Treppe vom Bahnhofsvorplatz

Die „Nacht der Gewalt“ in Köln:

„1000 kriminelle Asylanten vergewaltigen Frauen und Mädchen vor dem Kölner Dom!“

Ungeprüft haben sich gewissenlose Medien darauf gestürzt. Als sich herausstellte dass es sich um den seit langem bekannten „Antanztrick“ handelte, um die anwesenden Frauen zu bestehlen, ging die Hetze trotzdem weiter. Allerdings jetzt maßgeblich nur auf den eindeutig rechten Seiten.

Es macht aber schon einen Unterschied, ob diese Verbrechen aus perfider, verbrecherischer Taktik oder aus Triebtäterschaft geschehen. Zumindest für die Rassismus-Diskussion um die mutmaßlichen Täter. Das Bild des „wilden, instinktgesteuerten Fremden“, der sich an die „unschuldige weiße Frau“ heranmacht, ist ein rassistischer Stereotyp seit Jahrhunderten – und keine Realitätsbeschreibung.

Und wenn wir das schreiben, geht es nicht darum, die Opfer der sexuellen Gewalt herabzusetzen, wenn man vor Rassismus warnt, der sich aus der Täter-Diskussion ergibt. Den Opfern dieser Taten gilt unser Mitgefühl – für sie ist die Herabwürdigung durch sexuelle Gewalt ein traumatisierendes Erlebnis. Sexuelle Gewalt ist nicht zu dulden und durch nichts zu entschuldigen. Die Täter müssen bestraft, den Opfern muss geholfen werden. Die Nationalität, Religion oder Ethnie der Täter darf keinen Unterschied machen in der strafrechtlichen Behandlung – für die Opfer macht es auch keinen!

In den sozialen Medien werden inzwischen Stimmen laut, die „Bürgerwehren“ fordern, weil die Polizei ja nichts getan hätte. Und auf diesen Zug, den sie selbst angeschoben haben springen jetzt die braunen Rattenfänger auf. So will der nordrhein-westfälische Ableger von „Pegida“ am kommenden Samstag in der Domstadt demonstrieren. Ungeachtet aller Abgrenzungen wollen die verschiedensten Parteien der extremen Rechten mit von der Partie sein. Die Pegidioten rühren seit Dienstag die Werbetrommel für die Veranstaltung. Geht es nach diesen, soll die Demonstration am Samstagmittag vor dem Kölner Hauptbahnhof beginnen, am Schauplatz des Geschehens in der Silvesternacht.

Normalerweise sind sich die rechtspopulistischen und neofaschistischen Grüppchen, Gruppen und Parteien spinnefeind untereinander. Aber bei dieser Demo wollen sie alle dabei sein. Die „PRO“-Grüppchen „Pro Deutschland“, „Pro NRW“ und „Pro Köln“ genauso, wie die NPD und „Die Rechte“. Angaben zufolge wurden bei der Anmeldung der Veranstaltung 1000 Teilnehmer angekündigt. Bei den letzten „Pegida“-Demos in Duisburg hatte die Polizei zuletzt rund 280 Teilnehmer gezählt.

Wie gesagt … irgendwas bleibt schon hängen! Damit das Pack marschieren kann! Menschen, die sich für den Schutz von Frauen aber nur dann interessieren, wenn sie von Ausländern angegriffen werden, sind Rassisten. Egal ob in Köln, München oder Kabul!

* Samstag, 9.Januar, 12 Uhr Bahnhofsvorplatz. Antifaschistische Proteste des „Antifaschistischen Aktionsbündnisses – Köln gegen Rechts“. Aktuelle Informationen:

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