links und rassistisch? Nein, geht nicht!

Dr. Daniel Krause auf der PRO NRW Kundgebung

In unseren Forderungen schreiben wir:

Für uns sind solche Erscheinungen wie Homophobie dem Rassismus und Sexismus wesensgleich und werden von uns bekämpft.

Immer noch gibt es Menschen, die sagen, sie wären „links“, obwohl sie homophob oder rassistisch eingestellt sind.

Eine Einstellung, die sich zu 100% widerspricht. Sei es im BAK Shalom der Linksjugend (solid), dem sogenannten Berliner „Anti-Gewalt-Projekt `Maneo´“ oder bei den Rechtspopulisten von „PRO“.

Allen muss man vorwerfen, dass sie ein Bedrohungsszenario einer angeblich drohenden „Islamisierung der BRD“ aufbauen und damit rassistische Klischees bedienen und verbreiten.

Dabei geben sich Rassisten als „Verteidiger demokratischer Werte“ aus. Erst am vergangenen Samstag hat der am Dortmunder Stadtgymnasium unterrichtende Dr. Daniel Krause auf einer „PRO NRW“- Demonstration genau dies unter Beweis gestellt.

Der Auftritt Krauses, der die Freiheitsrechte von Lesben und Schwulen in der BRD durch „Islamisten“ bedroht sieht, reiht sich in eine lange Liste ein.

Auf der „PRO NRW“-Homepage liest es sich so: „Der linksgerichtete Soziologe Dr. Daniel Krause, Feminist und Tierrechtler, hielt unabhängig von PRO NRW eine Rede. Darin griff der bekennende Grünen-Wähler Sexismus, Homophobie und Tierquälerei in islamistischen Subkulturen an. Er forderte unter anderem, dass in Schulen viel stärker auf diese Thematiken hingewiesen wird. Trotz seiner inhaltichen Differenzen zu PRO NRW räumte er ein, dass sämtliche Demonstranten auf ihn friedlich und demokratisch wirkten.“

Ja, Pierre Vogel, gegen den die „PRO NRW“-Aktion gerichtet war, ist ein Gift verspritzender fanatischer Islamist mit BRD Staatsbürgerschaft, der möglicherweise in seiner Boxkarriere zu oft einen auf die Mütze bekommen hat.

Dass z.B. durch arbeiterfeindliche arbeitsrechtliche Sonderrechte der Großsekten wie katholische Kirche oder evangelische Kirche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen entlassen werden, weil sie eine schwule oder lesbische Lebenspartnerschaft haben eintragen lassen, oder Lehrenden, weil sie sich zu ihrer Homosexualität bekennen, die Erlaubnis, an staatlichen Schulen Religionsunterricht zu erteilen, entzogen wird, wie z.B. in Erftstadt geschehen, ist natürlich uninteressant für diejenigen, die ihre dumpfe rassistische Hetze gegen Migrant_innen als fortschrittlich verkaufen möchten und dem Rassismus noch einen intellektuellen Anstrich geben wollen.

Diese rassistischen Hetze, die von rechts und sicher nicht von links kommt, muss offensiv bekämpft werden. Dafür müssen u.a. antirassistische Projekte in der schwul-lesbischen Community gefördert und coming-out-Projekte für jugendliche Migrant_innen gestärkt werden.

Thomas Knecht, Mitglied der  Kollektiven Leitung von DKP queer, überrascht es auch, wie man sich als „links“ und „Grünen-Wähler“ bezeichnen kann. „Spätestens seit dem  Überfall auf Jugoslawien 1999 hat Jäger90/olivGrün auch das letzte Stückchen Linkssein hinter sich gelassen!“ So Knecht.

Nachtrag: In einem Interview versucht er sich jetzt zu rechtfertigen. Da er inzwischen von der Unterrichtserteilung entbunden wurde, gehen wir davon aus, das es sich dabei um Schutzbehauptungen handelt.

 

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11 comments on “links und rassistisch? Nein, geht nicht!
  1. Elżbieta B. Wawrzyńska sagt:

    Als Linker auf dem rechtem Holzweg

    … Doch Daniel Krause nutzt dies, um sich in seinem gerade erschienen Buch “Als Linker gegen Islamismus” für seine Leser ordentlich als Opfer aufzubrezeln.

    Es gelte schließlich, die “gefährlichste Form des politischen Extremismus” abzuwehren, die noch vor dem Rechtsextremismus stehe. Nach Nationalsozialismus und Kommunismus sei der Islamismus die große dritte totalitäre Bewegung. Davon ist er überzeugt. Sein Buch ist eine 170-seitige Rechtfertigung für eine Haltung, die man getrost als islamophob bezeichnen kann. Sein geschickt gewähltes Tarnmäntelchen dazu: Die schwul-lesbische Emanzipation.

    … Krause betont, dass er bewusst den Applaus von rechter Seite für seine Islamkritik in Kauf nehme, da es ihm um die Verteidigung von Freiheit gehe. Dabei schlägt er nochmal kräftig auf die Bedrohungspauke: “Toleranz gegenüber Intoleranz ist Selbstmord.” …

    Er bedient sich zudem und ausschließlich der Kanäle des rechten Spektrums: Sein Herausgeber Hansjoachim Bernt hat in den Neunzigern die faschistisch gefärbte Science-Fiction-Romanreihe “Stahlfront” veröffentlicht. Auf dem islamophoben Onlineportal “Politically Incorrect”, das zuletzt auch durch kreuz.net-artige Artikel zur Homosexualität auffällt, erschien ein Vorabdruck von Krauses Buch. Das von der rechtsliberalen Stresemann-Stiftung betriebene Portal “Citizen Times” unterstützt per Interview seinen Vorstoß, den Islam als vermeintlichen Verursacher von Homophobie dingfest zu machen. Und im Blog “islamkritisch” bedauert Krause lediglich die ablehnende Haltung der Gruppierung “Pro Köln” zum Beispiel in Sachen Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. …

    Von Christian Scheuß. queer.de am 08.04.2013.

    http://www.queer.de/detail.php?article_id=18951


    SEMESTERSPIEGEL
    Zeitschrift der Studierenden in Münster
    (c/o AStA)

    Nr. 413
    Mai/Juni 2014

    Liebe Redaktion des Semesterspiegels,

    (…) Ist der Artikel „Wie aus einer Buchrezension ein Kommentar wurde“ und die entsprechenden „Hintergrundinformationen“ auf der Website des Semesterspiegels mit diesem Ziel vereinbar? Leider müssen wir zu der klaren Einschätzung kommen: Die beiden Artikel sind nicht nur mit diesen Zielen des Pressestatuts unvereinbar, sondern verharmlosen auch rechtspopulistisches Gedankengut, wie das Daniel Krauses.

    (…)

    -> Der Verlag HJG, bei dem Krauses Buch veröffentlicht wurde, war nicht nur für Krause und Geert Wilders verlegerisch tätig, sondern veröffentlicht ebenso Comics der Reihen „Stahlfront“ und „Kaiserfront 1953“. Erstere wurde von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert, da sie „den Nationalsozialismus verherrlichen oder verharmlosen“ und „insbesondere die Rassenlehre des dritten Reichs positiv dargestellt [wird].“ Letztere sind noch beim Verlag erhältlich. In einem Comic der Reihe geht es laut Werbetext u. A. um „die ersten Kämpfe des Nordischen Bundes gegen die Invasoren.“

    -> Krause distanzierte sich von Pro NRW. Seine Behauptung im Nachhinein, er „kannte diese Partei auch kaum“, muss allerdings angezweifelt werden. Er äußerte nämlich während der Kundgebung mit Pro NRW: „Ich glaube nicht mehr das, was die Medien über Pro Köln fälschlicherweise sagen“. Offensichtlich war ihm also zuvor doch Berichterstattung über Pro NRW und deren Positionen bekannt. Auch die Einschätzung des Semesterspiegels, Pro NRW sei „eine europakritische Partei aus dem gemäßigten rechten Lager“, möchten wir entschieden widersprechen. Ein Wahlwerbespot der Partei zur aktuellen Europawahl wurde in der ARD nicht gesendet, da er laut dem Verwaltungsgericht Berlin gegen den Straftatbestand der Volksverhetzung verstoße.

    -> Krause beschränkt sich in seinem Buch keineswegs auf seine Religionskritik (die sich wiederum nur auf den Islam beschränkt), sondern befürwortet die Aussage „Immigration sei so zu steuern, dass sie den Bedürfnissen des deutschen Arbeitsmarkts gerecht wird.“ Er betreibt hier, was in rechtspopulistischen Kreisen sehr üblich ist: Die Vermengung von Kultur, Religion und sozioökonomischem Status. Er begrüßt den Rückgang der „Zahl derjenigen, die aus muslimischen Ländern in die Niederlande einwandern wollen“. Dabei handelt es sich nicht mehr um Religionskritik; es geht nicht mehr um Religion, sondern um die Herkunft von Menschen. Der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit lässt sich hier nicht von der Hand weisen!

    -> Krause schreibt mehrmals explizit, er wolle den Rechtsextremismus nicht verharmlosen. Leider tut er genau das. Auf der benannten Kundgebung sagte er: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Islamismus die größte Gefahr ist und das der Rechtsextremismus das ist, was alle einfach blind bekämpfen ohne zu reflektieren.“ oder „Und das, was früher als Nazis bezeichnet wurde, bezeichnet man heute als multikulturelle Bereicherung.“

    (…) Die Diskriminierung von Menschen wegen ihrer sexuellen Orientierung, wegen ihres Geschlechts (bzw. Geschlechtsidentität) oder wegen ihrer Religion ist nicht akzeptabel. … Krause bedient viele rechtspopulistische Vorurteile und stellt sich damit zumindest leichtfertig in die Nähe von ausländerfeindlichen und islamophoben Gruppen. …

    Im Übrigen ist die Verharmlosung der Parteien Die Freiheit, REP und Pro NRW völlig inakzeptabel und soll an dieser Stelle nicht weiter kommentiert werden.

    Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Münster

    http://semesterspiegel.uni-muenster.de/wordpress/Ausgaben/ssp413i.pdf


    RUHRBARONE. Journalisten bloggen das Revier
    12.06.2012. Fragen an Daniel Krause.

    RUHRBARONE: Wie definieren sie Querfront?

    KRAUSE: Das Wort habe ich nie benutzt. Ich definiere es auch nicht.

    http://www.ruhrbarone.de/es-war-ein-grosser-fehler-diese-rede-gehalten-zu-haben/43242

  2. Baba sagt:

    Könnte man sich im Umfeld der DKP queer bewegen, wenn man z.B. die These vertritt „Schwarze sind weniger intelligent als Weiße“ und zeitgleich von einer „Eliteherrschaft“ und der Euthanasie schwärmt?

  3. Baba sagt:

    Vielleicht, bzw. sicher nicht als bewusstes „Unterschlupfgewähren“ eurerseits, aber als unerkanntes „braunes Kukuckei“?

  4. Baba sagt:

    Zumindest war eine entsprechende Person in eurer GR-Gruppe und bei eurem Camp.

  5. Baba sagt:

    Na ja, da muss man halt schauen in welchen Gruppen das rumgeht.

    Schreib mir einfach, dann kann ich Dir das kommunizieren:

    thomble70[at]web[dot]de

  6. Baba sagt:

    sorry, Korrektur, hab das ja gestern gewechselt:

    thomble@gmx.de

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