LSVD und Junge Freiheit

Der „LSVD“ hat in seinem heutigen Pressespiegel direkt zur „Jungen Freiheit“ verlinkt.

In einem Artikel geht es dort darum, dass sich die BRD Regierung um die „Lage der Homosexuellen im Irak“ Sorgen machen würde.

Dort heisst es: „Um der gesellschaftlichen Tabuisierung entgegenzuwirken, werde daher Homosexualität unter anderem in den von der Bundesregierung geförderten Schulungen für Mitarbeiter von Ministerien der irakischen Zentralregierung und der Regierung der Region Kurdistan-Irak thematisiert.“

Es gibt vieles was man dem Irak unter Saddam Hussein vorwerfen kann. Aber eines nicht. Im Irak vor der US Invasion gab es keine Verfolgung Homosexueller. So waren auch solche Initiativen nicht nötig.

Natürlich geht dieses rechte Blatt, wie so oft, auch auf die „Asylfrage“ ein.

Scheinheilig wird unter der Unterüberschrift „Homosexuelle Iraker sind asylberechtigt“ behauptet:

„Auch habe die Bundesregierung ihre Besorgnis über die schwierige Lage der Homosexuellen im Irak mehrfach gegenüber Vertretern der irakischen Regierung angesprochen. Allerdings verwiesen diese dabei stets auf „kulturelle und religiöse Hürden, die einer umfassenden gesellschaftlichen Anerkennung von Homosexuellen noch entgegenstehen.“

Daher würden: „Homo- und transsexuelle Iraker (…) laut der Bundesregierung in der Regel auch als Asylberechtigte oder Flüchtlinge nach der Genfer Konvention anerkannt, wenn sie eine drohende Verfolgung wegen ihrer sexuellen Neigung glaubhaft machen könnten.“

Dass dieser Asylgrund so gut wie nie anerkannt wird, wie will man seine „sexuelle Neigung“ diesen Bürokraten auch „glaubhaft machen können“?

Nach einem telefonischen und e-Mail Proteststurm an den LSVD wurde der Link ganz schnell wieder entfernt.

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