Neonazis unterstützen Homophobie Kongress

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Der umstrittene „6. Internationale Kongress für Psychotherapie und Seelsorge“, der vom 20. bis zum 24. Mai in Marburg stattfinden soll, (DKP queer berichtete) bekommt neben Unterstützung aus rechtskonservativen Kreisen nun auch Rückendeckung aus dem neofaschistischen Lager, von NPD und DVU.

Das Bündnis „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus“ ist schockiert über die Argumentationsparallelen zwischen den Kongressveranstaltern und Neofaschisten und bekräftigt die Aufforderung, dieser Veranstaltung auf einer Demonstration am Donnerstag, dem 21. Mai, eine entschlossene Absage zu erteilen.

Bisher hatte die „Crème de la Crème der Homohasser“ einen „Aufruf für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen totalitäre Bestrebungen der Lesben- und Schwulenverbände“ zur Unterstützung des Kongresses unterzeichnet. Andreas Molau, DVU-Bundeschef und bis vor kurzem Mitglied im NPD-Bundesvorstand, hat in einer Erklärung „Nein zu Totalitarismus!“ den Kongress, das DIJG und „Wuestenstrom“ gegen die Kritik des linken Bündnisses in Schutz genommen. Dem Bündnis wirft er „totalitäres Verhalten“ vor und fordert, dass „eine rechte Gegenbewegung (…) die Dinge beim Namen nennen“ muss.
Molau führt aus: „Denn es geht eben nicht nur um die Therapiefreiheit von Homosexuellen, die ihre nicht-naturgemäße Veranlagung als belastend empfinden. Es geht darum, dass unsere Kultur dadurch belastet wird, dass Randgruppen zunehmend über das Maß der richtigen Toleranzforderung hinaus gehen und ihre Maßstäbe zum Maßstab der Allgemeinheit machen. So ist eben auch Einwanderung dann ein Problem, wenn die Maßstäbe der Einwanderer zu den Maßstäben der eingesessenen Kulturen werden.“

Nora Nebenberg, Sprecherin des Bündnisses „Kein Raum für Sexismus, Homophobie und religiösen Fundamentalismus« sagt dazu: „»Dass der Kongress Unterstützung aus dem extrem rechten Lager bekommt, zeigt mehr als deutlich, dass auf dem Kongress Thesen verbreitet werden sollen, die für extrem rechte Propaganda anschlussfähig sind. Jetzt wird es Zeit, dass die Veranstalter endlich die nötigen Konsequenzen ziehen und den Kongress absagen! Gegen diese inhaltlich gemeinsame Positionierung, die ganz offensichtlich von CDU über evangelikale Kreise bis hin ins Nazispektrum reicht, ist Protest zweifellos legitim und notwendig. Unipräsident Volker Nienhaus und Oberbürgermeister Egon Vaupel kann ich nur raten, endlich mit der Verzögerungstaktik aufzuhören und aktiv zu werden. Wir rechnen damit, dass unsere Demonstration ob dieser aktuellen Zuspitzung einen noch wesentlich höheren Zulauf bekommen wird.“

Quelle Redglobe

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