Neues Anti-Homo-Gesetz

ak_schuleWer in litauischen Schulen über Homosexualität redet, macht sich künftig strafbar!

Der Grund: Das Parlament Litauens hat – mit einer gewaltigen Mehrheit – jede Information über Homosexualität an allen Schulen des Landes verboten.

„Das Thema Homosexualität ist in unseren Schulen nicht willkommen“, sagte ein wohl geistig nicht ganz klarer Abgeordneter gegenüber der Zeitung „Baltic Times“. Das Gesetz gilt neben Schulen auch an anderen öffentlichen Einrichtungen, zu denen Kinder und Jugendliche Zugang haben.

Arturas Rudomanskis, von der Jugendorganisation „Tolerante Jugend Assoziation“, befürchtet weitreichende Auswirkungen des Gesetzes. Da Jugendliche leicht Zugang zu Gay-Webseiten finden könnten, werde der Staat womöglich versuchen, diese zu sperren, sagte er gegenüber einer deutschen Tageszeitung.

Menschenrechtsorganisationen und Schwulenverbände kündigten jetzt Klagen gegen das EU-Mitgliedsland Litauen an.

Erst vor einer Woche hatte das Parlament bei einer Abstimmung nur mit knapper Mehrheit einen wesentlich schärferen Gesetzentwurf abgewiesen, der sogar Haftstrafen von bis zu drei Jahren für das „Propagieren von Homosexualität“ vorsah.

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