Algermissen im Geiste Dybas

Der Nachfolger des homophoben katholischen Bischofs Johannes Dyba, Bischof Heinz Josef Algermissen, hat vor ca. 40 Jugendlichen in einer Fragestunde in Künzell-Dietershausen bei Fulda erklärt, dass Homosexualität keine „normale Haltung des Menschen“ ist. Wie eine Vor-Ort-Reportage des Online-Portals „Osthessen News“ berichtet, bezeichnete der Bischof Hochzeiten unter Schwulen und Lesben und die Homo-Adoption als „abartig“.Wir von DKP queer haben mit der so genannten Homoehe zwar auch unsere Probleme, aber aus anderen Gründen. Unserer Meinung ist
„Ob Menschen in einer Ehe oder in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammenleben ist gleichgültig. DKP queer lehnt die Ehe als Überbleibsel der bürgerlichen, kapitalistischen Ordnung ab, spricht aber niemandem ab, eine Ehe oder ähnliches eingehen zu wollen. Das Zusammenleben von Menschen darf zu keinerlei Begünstigung oder Benachteiligung von anderen Beziehungen führen.“ Zur Adoption sagen wir,
„DKP queer fordert: Notwendige Änderungen im Adoptionsrecht dahingehend, dass alle Menschen, unabhängig von jedweden Familien und Identitäten, Kinder adoptieren können“

Was Herr Algermissen wohl dazu sagen würde? Algermissen kritisierte, dass Homosexualität derzeit ein „großes Thema“ in der Gesellschaft sei. In der Vergangenheit sei das anders gewesen. „Jetzt outen sie sich nach Strich und Faden“.

Zwar billigte er Menschen zu, so veranlagt zu sein, es verstoße dennoch gegen die „Schöpfungsordnung“. Obwohl er die Homo-Ehe und Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare als „abartig“ ansehe, spreche er sich allerdings gegen „Verfolgung und Sanktionen“ aus.

Ob dies nicht eine Schutzbehauptung ist, stellen wir in Frage.

„Die sollen ganz still so leben, wie sie es machen“.

Der Fuldaer Bischof hatte auch erklärt, dass es derzeit in der BRD einen „Kulturkampf“ gebe, bei dem die Kirche in Fragen wie Abtreibung oder Homosexualität gegen den Staat kämpfe. Die „Propagierung von Homosexualität“ führe dazu, daß „geschlechtsvariable Menschen“ geschaffen werden würden – und das gelte es zu verhindern.

Das solche Kirchenfü rsten zu verhindern sind, wird leider schwierig. Sie werden ja nicht gewählt sondern diktatorisch von „seiner Heiligkeit“ dem Papst, eingesetzt.

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