Pressemitteilung vom 07.05.2008: DKP queer zum »Christival«

Unter dem Motto „Jesus bewegt“ fand vom 30. April bis 4. Mai in Bremen das sogenannte „Christival“ statt. Es ist ein Christenkongress der vor allem auf Jugendliche abzielt. Dazu veröffentlicht DKP queer folgende Pressemitteilung.

Wir von DKP queer lehnen das „Christival“ entschieden ab, da es sich nicht nur um den Versuch der Wiedereinführung einer gegen die Aufklärung gerichteten verklärten Weltsicht in Europa handelt, sondern ebenso, weil dort fundamentalistische evangelikale Gruppen ihre grundgesetzwidrigen Thesen verbreiten und damit geschätzte 20.000 Jugendliche charakterlich verderben können.

Wir solidarisieren uns mit den Protestaktionen gegen das unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin gestandenen sogenannten „Treffens junger Christen“ und verurteilen die brutalen Übergriffe der Polizei auf Demonstrationsteilnehmer auf das Schärfste. Jeder, der Homosexualität als Krankheit darstellt und „Heilung“ davon verspricht, macht sich in Deutschland strafbar und gehört vor Gericht! Der Vergleich mit den Faschisten kommt nicht von ungefähr, auch diese hatten die Homosexualität als Krankheit aufgefasst, die die „Volksgesundheit“ verderbe. Angesichts der vielen homosexuellen Opfer im Dritten Reich und in der frühen Bundesrepublik, ist es ein Affront sondergleichen, eine Veranstaltung, wie das „Christival“, staatlich zu unterstützen. Wir fordern den Rücktritt von Familienministerin von der Leyen! Sie ist gänzlich ungeeignet, dieses Amt zu bekleiden, da ihr die nötigen Einsichten in wichtige Themen, die auch dieses Ministerium berühren offensichtlich fehlen.

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