Protestaktion in der Botschaft von Honduras

Die Gruppe „Queeres Bündnis Walter Tróchez“ hat am Montag, 13. Dezember 2010 in der honduranischen Botschaft in Berlin gegen die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen in dem zentralamerikanischen Land protestiert.

Mit der Übergabe eines Trauerkranzes an den amtierenden Botschafter der international nicht anerkannten De-facto-Regierung, Efraín Díaz Arrivillaga, wurde an die Ermordung von Walter Tróchez vor einem Jahr (DKP queer berichtete) erinnert.

Der 27 Jahre alte Aktivist, der sich unter anderem für die Rechte von queer lebenden Menschen einsetzte, war am 13. Dezember letzten Jahres in der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa erschossen worden. Der Mord an Tróchez und Dutzenden weiteren Menschen in Honduras war eine direkte Folge des Putschs vom 28. Juni 2009. Bis heute hat es keine Untersuchung der Morde gegeben.

In einem offenen Brief an den honduranischen Botschafter forderte die Gruppe ein Ende der staatlichen Verfolgung und eine Aufarbeitung der Verbrechen. Díaz Arrivillaga wurde vor wenigen Wochen in Deutschland akkreditiert, obwohl die Staatsfü hrung unter dem rechtsgerichteten Unternehmer Porfirio Lobo von dem Putschregime inthronisiert wurde.

Quelle: amerika21.de

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