Rauchbomben auf dem »Baltic Pride«

gay-balticNoch am 5. Mai hat das Verwaltungsgericht Vilnius den „Baltic Pride“ in Litauen verboten. Als Grund wurde angeführt, dass der Staat die Teilnehmer und Teilnehmerinnen nicht schützen könne. Nach Protesten hat das oberste Verwaltungsgericht in Vilnius am 7. Mai das Verbot aufgehoben.

Seit mehreren Jahren haben die CSD-Organisatoren Probleme, eine Parade in Vilnius durchzuführen. Dieses Jahr hat die Stadtverwaltung den skandalösen Vorschlag gemacht, den „Baltic Pride“ auf einem abgelegenen ehemaligen jüdischen Friedhof abzuhalten.

Litauen ist einer der homophobsten Staaten in Europa. Einer aktuellen Umfrage zuvolge sprechen sich drei Viertel aller Litauer für ein Verbot des CSDs aus.

Rund 1000 Gegendemonstranten, darunter vor allem litauische Neofaschisten jugendlichen Alters skandierten gestern  „Tod den Schwulen“ und „Litauen den Litauern“.  Denn rund 400 Teilnehmer und Teilnehmerinnen des „Baltic Pride“  wurden am 8. Mai 2010 von ca. 800 Polizisten in Vilnius vor dem Mob geschützt.

Unter ihnen wie fast immer wenn er ein Medienecho wittert B´90 Grüne Fraktionsvorsitzender Volker Beck.

Einer der Mitveranstalter, der Vorsitzende der litauischen Schwulenliga, Vladimir Simonko teilte mit, dass die Parade im nächsten Jahr wieder stattfinden soll. Er hofft, dass „dieser friedliche Umzug dem litauischen Volk zeigen wird, dass da nichts Schändliches oder Erschreckendes ist.“

Vereinzelt wurde der Demozug der entlang des Flusses Neris entlang ging von Rauchbomben gestört. Auch versuchten homophobe Gegendemonstranten, eine Straßensperre zu durchbrechen. Nach Abschluss der Parade kam es immer wieder zu Zusammenstößen mit der Polizei. Diese meldete 19 Festnahmen.

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