So läuft es, wenn Sozialdemokraten mitregieren!

PDL_Logo_WikipediaDas von der Partei „DIE LINKE.“ geführte Sozialministerium in Brandenburg will kein Geld mehr für eine Beratungsstelle ausgeben, es gebe jetzt eine „andere Prioritätensetzung“.

Das brandenburgische Sozialministerium möchte laut einem Bericht der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) die Beratung für queer lebende Menschen durch das „Bündnis Faires Brandenburg“ bis zum Ende des Jahres und wohl auch im nächsten Jahr nicht mehr fördern. Damit muss das Bündnis laut Vorstandssprecher Jirka Witschak seine Beratungstätigkeit in den Büros in Cottbus und Potsdam einstellen.

In diesen Büros werden unter anderem Tests auf HIV und andere sexuell übertragbare Krankheiten angeboten. Diese Hilfe nehmen jeden Monat mehr als 100 Menschen in Anspruch. 2014 hat das Land Brandenburg die HIV- und Aids-Beratungen mit 190.000 Euro gefördert. Nach einer Statistik des Landtags von Sachsen-Anhalt ist Brandenburg bei der Pro-Kopf-Förderung in diesem Bereich das Schlusslicht in der BRD.

Auch das Projekt „Raus aus der Grauzone“ ist damit bedroht. Über dieses Projekt wird vor allem Aufklärungsarbeit in der Öffentlichkeit gegen die Diskriminierung von Homo-, Bi- und Transsexuellen und Hilfe für Betroffene organisiert.

Die Frage, worin die neue Prioritätensetzung besteht, blieb unbeantwortet. Die Sprecherin verwies stattdessen auf „zuwendungsrechtliche Probleme“. Auch Witschak räumte ein, dass die Förderanträge nach Hinweisen des Landessozialamts nachgebessert werden mussten, auch Förder- und Abrechnungsnachweise. Allerdings seien alle offenen Fragen geklärt und neue Anträge gestellt worden, die nun abgelehnt wurden.

Gaybrandenburg.de kritisierte die Streichung über facebook: „Alle Jahre wieder will das Brandenburger Sozialministerium schwule, lesbische und transidente Akteure der Selbsthilfegruppen Projektmittel streichen. In diesem Jahr stehen die Akteure endgültig vor dem Aus. (…) Noch im Frühjahr eröffnete Linken-Ministerin Diana Golze den CSD Potsdam. Nun streicht sie die notwendigen Mittel.“

Wir sind gespannt, wie „DIE LINKE. queer“ darauf reagiert!

Veröffentlicht unter Queer, Regionales Getagged mit: , ,

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Aktuelle Ausgabe

Archiv

Buchtipp!

»Muslime vs. Schwule«

Hier das Buch 'Muslime versus Schwule' bestellen

Hier das Buch bestellen