Stefan Mappus – in den Fußspuren Filbingers und Teufels!

161107STU111Das Präsidium der baden-württembergischen CDU hat den CDU Fraktionschef und rechtsaussen im Stuttgarter Landtag, Stefan Mappus, einstimmig für die Nachfolge von Günther Oettinger als Ministerpräsident vorgeschlagen.

Der CDU-Landesvorstand empfahl dem Landesparteitag der ende November tagen soll, ihn auch zum neuen CDU-Landesvorsitzenden und zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2011 zu wählen. Der politische Ziehsohn  von Oettingers Vorgänger Erwin Teufel gilt als „konservativer Haudrauf“.

„Kinder sind denkbar ungeeignet für Experimente im Bereich der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften und bedürfen dem besonderen Schutz der Gesellschaft“. Die klassische heterosexuelle Familie, bestehend aus Vater und Mutter, sei immer noch die beste Basis um Kindern Orientierung, Schutz und Sicherheit zu vermitteln. Das Experten dies anders sehen,  ist ihm egal.

Mappus, der im Landtag den Spitznamen „Brutus“ trägt, steckt tief im rechts-konservativen Lager der CDU. Er hat eine NS-kritische Ausstellung zu verhindern versucht, er hat zu verantworten, dass sich schwule und lesbische Paare in baden-württembergischen Kfz-Zulassungsstellen trauen lassen müssen.  Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland der BRD, in dem Landkreise und Städte, Schwulen und Lesben das Standesamt noch verweigern können. Immer wieder kam es zu Gerichtsprozessen, nachdem die Gebühren für Lebenspartnerschaften oft doppelt so hoch waren wie für Ehe-Schließungen. In mehreren Debatten zu Homo-Rechten im Stuttgarter Landtag fiel die von Mappus geführte Fraktion durch polternde Zwischenrufe, auf Stammtisch-Niveau auf.

Eine Neuauflage des §175 hat er allerdings noch nicht gefordert. Das kann bei einem wie ihm aber noch kommen.

Nach eigenen Angaben habe er und 90 Prozent der Fraktion ein Problem „mit dem frivolen, karnevalesken Zurschaustellen von sexuellen Neigungen, wie es bei dieser Veranstaltung geschieht.“ Gemeint ist der CSD. In einem Interview mit der „Pforzheimer Zeitung“ ging er noch weiter: Der CSD versuche auf eine „abstoßende Art und Weise eine Woche lang Veranstaltungen durchzubringen, die wir ablehnen.“

Das wir einen wie ihn ablehnen, dürfte klar sein.

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