Zur »Feststellung der Geschlechtsmerkmale« in Bäckerei Toilette gezerrt

Uniformierte vor der BäckereiDer Wahlkampf geht in seine letzte Runde und in Offenbach sind die Polizeimethoden mehr als Fragwürdig.

Am 11. September gastierten die rechtspopulistischen Rassisten von „PRO Deutschland“ in der Stadt am Main. Rund 200 Gegendemonstranten begrüßten die sechs „PRO Deutschland“ Anhänger, die sich vor einer Moschee versammelten durchweg mit Parolen wie „Nazis raus aus Offenbach“ oder „Nazis verpisst euch, keiner vermisst euch“.

Obwohl es zu keinerlei Verstößen gegen Versammlungsgesetze von den Gegendemonstranten kam, kam es bei mindestens einer Person zur Überprüfung der Personalien. Dabei wurde der kontrollierten Person unterstellt, nicht das Geschlecht zu besitzen, was ihr Ausweis angibt. Daraufhin wurde diese_r auf eine Toilette einer nahegelegenen Bäckerei gezerrt, wo die Uniformierten sich von den Geschlechtsmerkmalen überzeugen wollten.

Wo vermeintliche Rechtsstaatlichkeit in Polizeiwillkür übergeht wird hierbei offensichtlich. Und unsere Forderung, dass weder dem Geschlecht, noch der Sexualität, noch der Herkunft bei der Beurteilung eines Menschen Bedeutung beigemessen werden darf und dass bei der Geburt das Geschlecht weder im Ausweis noch in sonstigen Dokumenten aufgenommen werden soll, findet hier wieder einmal seine Aktualität.

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